Anfang März bekam ich von LG ein NAS (Network Attached Storage) mit der Produktbezeichnung – N2B1 – zum ausführlichen Testen zur Verfügung gestellt.
Nachdem ich das N2B1 nun über einen Monaten ausführlich testen konnte, möchte ich nun meine Erfahrungen dich ich mit dem NAS sammeln konnte mich euch teilen und diskutieren.
Am Anfang war ich wirklich überrascht welchen Funktionsumfang das NAS doch zu bieten hat, aus diesem Grund möchte ich als erstes auf die technischen Daten und die dazugehörigen Features eingehen und vorstellen.
Klar muss ein NAS über ein Ethernet-Interface verfügen, dafür stellt LG einen schnell 1GbIt/s – RJ45 Anschluss zur Verfügung um das N2B1 in das hauseigene Netzwerk einzubinden. Leider können das derzeit noch nicht alle privaten Haushalte nutzen, da dort viele Router bzw. Switche meistens noch auf einer Geschwindigkeit von 100MBit/s konfiguriert sind.
Des Weiteren stellt das N2B1 noch 3 optional nutzbare USB-Schnittstellen bereit, an denen man weitere externen Festplatten oder einen beliebigen Drucker für den Netzwerkbetrieb anschließen kann. Die verwendeten Treiber für den Drucker werden auf dem entsprechend genutzten Computer konfiguriert. Außerdem bietet das NAS für mich einen mehr oder weniger nützlichen eSATA-Anschluss und einen 4in1 Kartenleser der im Deckel des Gerätes versteckt hält, es so elegant nutzbar macht.
Eine aber sehr interessante und vor allen wirklich hervorzuhebende Hardwarekomponente ist der eingebaute Blu-ray Brenner mit dem man auch größere Daten direkt aus dem NAS heraus brennen kann und so vorher lästiges kopieren auf den Computer vermeidet. Das spart Zeit und eine Menge an Nerven.
In meinem Testgerät hat mir LG das N2B1 mit insgesamt 1 Terabyte zur Verfügung gestellt, welche sich aus jeweils 2 x 500 GigaByte-Festplatten zusammensetzen. Diese beiden Platten lassen sich in verschiedene RAID-Konfigurationen zusammenfassen, aus meiner Sicht macht aber nur ein RAID 1 Sinn. Denn nur mit einen konfigurierten RAID 1 sind die Daten nur wirklich sicher. Wer jedoch doch auf Geschwindigkeit einen großen Wert legt der sollte das NAS auf ein RAID 0 konfigurieren, wobei ich denke dass diese bei einem Netzwerkbetrieb nicht wirklich Vorteile bringen sollte.
Eine eingebaute LCD-Anzeige an der Front des N2B1 und den vorhanden LED‘s informieren immer über den aktuellen Status und den Einstellungen des Systems.
Mein Fazit nach einem 4 wöchigen Einsatz des LG N2B1
Bei der Inbetriebnahme in mein Netzwerk kam es leider zum ersten und doch einzigen Mangel in meiner Testphase den ich feststellen konnte. Mit dem auf der CD mitgelieferten NAS Detector sollte dieser eigentlich nach Installation auf meinem Windows 7 Professionell 64-Bit das N2B1 eigentlich automatisch finden und mir die Informationen zum System sowie die IP-Adresse und die Möglichkeit zur Verbindung über das Webinterface zur Verfügung stellen. Jedoch passierte nichts, auch nach deaktivieren meiner Firewall unter Windows 7 konnte ich keinen Erfolg verzeichnen.
Also musste ich zwangsläufig den Weg eines Systemadministrators wählen und direkt per Browser unter Eingabe der IP-Adresse (die von meinen DHCP vergeben wurde) das NAS aufrufen konfigurieren.
Natürlich wurde nach den ersten Eindrücken die Aktualität der Firmware auf dem N2B1 geprüft, welche wie bei den meisten Geräten nicht aktuell war. Also erst mal Firmware heruntergeladen, sowie für das NAS also auch für den verbauten Blu-ray Brenner. Leider bietet LG keine Möglichkeit der automatischen Prüfung auf Updates aus dem Gerät. Dennoch geschah das Einspielen der Firmware in das System ohne weitere Probleme.
Um den Laien die RAID-Konfiguration abzunehmen ist von Hause aus von LG das RAID 1 konfiguriert, eine gute Wahl. Sicher wird der eine oder andere dann auch überrascht sein das nur knapp 500GB zur Datenspeicherung zur Verfügung stehen, aber so ist das nun mal bei einem RAID 1.
Ein weitere sehr nette Option für Leute wie mich die ein Auge auf den Stromverbrauch von solchen Geräten haben, ist der konfigurierbare Energiesparmodus. Zu einem kann man das ungenutzte Gerät nach einer definierten Zeit von 10 – 120min automatisch in den Standby-Modus setzen, wo das N2B1 dann entsprechend weniger Strom verbraucht. Des Weiteren kann man aber auch eine feste Zeit definieren, in dem das Gerät in den von LG sogenannten Sparmodus versetzt, dort macht natürlich die Einstellung über Nacht sinn.
In der von mir getesteten Zeit, hatte ich sonst keinen weiteren Schwierigkeiten bis eben auf die 1-Konfiguration wo das N2B1 nicht von meinem Windows 7 und dem darauf installierten NAS Detector im Netzwerk gefunden wurde.
Ansonsten lief das NAS stabil und verrichtete seinen Dienst zuverlässig.
Ich nutze das LG N2B1 nun als Datenspeicher intern sowie also Zugriffsmöglichkeit von extern auf meine Daten.
VORSICHT: Wenn man sich jedoch für eine Freischaltung extern entscheidet sollte man auch Wissen was man dort anstellt. Denn nur geschützte Daten, sind sichere Daten.
Somit kann ich also allen möglichen Interessenten das LG N2B1 empfehlen, denn auch ich habe mich nun nachdem Test dazu entschieden das NAS zu behalten und weiterhin einzusetzen. Vielleicht werde ich aber in Zukunft noch eine Aufrüstung der Festplatten vornehmen, da 2x 500GB doch etwas knapp bemessen sind.
Danke an LG für das Vertrauen.