Dieser Beitrag stammt von Carsten Witt, ein sehr interessierter User im Umfeld Computer und Technik. Ich freue mich Ihn also ersten Gast-Author auf meinem Blog begrüßen zu dürfen. Vielleicht darfst du und ich auch in Zukunft noch weitere Interessante Beiträge von Carsten lesen.
„Zusammen können wir die Verfolgung der Mac-Anhänger beenden“ sagten sich ein Applefan und Fangirl und transformierten die Appletaskleiste für Windows. Unterstützt durch das „Punk Software“ Team entwickelten sie die RocketDock Taskbar die derzeit in der Version 1.3.5 als Freeware nun auch stabil für Windows 7 hier erhältlich ist: http://rocketdock.com/download.
Wer schon einmal an einem Apple OS der modernen Generation gesessen hat, war sicherlich sichtlich beeindruckt von der witzigen Taskleiste, die anders als unter Windows nicht starr daher kommt, sondern gut sichtbar überall platziert animiert ihren Dienst tut.

Genau wie unter Apple, kann man diese optisch gut aufgepeppte Taskbar mit seinen eigenen Programmen per Drag and Drop füllen. Hat man seine Windows-Taskleiste entrümpelt, kann man diese verschwinden lassen und hat dann nur noch die neue Taskbar an einem beliebigen Platz am Rande des Bildschirms.
Wer nicht mit Drag and Drop arbeiten möchte, der sucht sich einen freien Platz in der Taskbar zwischen den Symbolen (die man durch verschieben auch untereinander austauschen kann), und erreicht nach einem Rechtsklick auf der Maus ein Kontextmenü wo man sich mit „Neues Element einfügen“ durch seinen Rechner wühlen und jeden beliebigen Ordner oder Programmicon einfügen kann.
Zum Löschen genügt entweder im selben Kontextmenü der Punkt „Element löschen“ oder man zieht das Icon auf den Desktop wo es dann in einem Minifeuerwerk zerplatzt.
Dies funktioniert schnell und ohne Probleme mit einer Ausnahme: Virtuelle Ordner, die lediglich auf dem Desktop existieren, die aber nicht auf der Platte extra abgelegt sind, können zwar in die neue Taskbar gezogen werden, Rocketdock erkennt dann allerdings nicht die Verknüpfungen darin.
Ein Beispiel: Da fast jedes Programm bei der Installation gerne eine Desktopverknüpfung ablegt, ist, außer man räumt immer auf, so nach kurzer Zeit der Desktop voll davon. Was liegt näher als einen neuen Ordner zu erstellen und die Verknüpfungen alle dort hineinzuschieben. So sind sie schnell erreichbar aber stören nicht die Optik auf dem Desktop. Genau diese Inhalte erkennt Rocketdock dann nicht. Schiebt man diesen Ordner aber vorher einmal irgendwo auf die Platte, erstellt davon dann eine Verknüpfung auf dem Desktop, kann man diese leicht in die neue Taskbar ziehen und auch weitere Programme lassen sich mühelos vom Desktop weiterhin in der Verknüpfung ablegen, da Rocketdock diese gleich in den Ordner auf der Festplatte weiterreicht.
Zieht man nun mit der Maus über die Icons in der Taskbar, werden diese in den Vordergrund gehoben, und verschwinden bei der Seitwärtsbewegung über die Icons mit der Maus ebenso so schnell wieder auf ihrem angestammten Platz, wie sie auch wie von Geisterhand nach Vorne gebracht wurden.

Nach der Installation erscheint die Taskbar am oberen Rand gleich bestückt mit den wichtigsten Icons wie: Computer, Netzwerk, eigene Dokumente, Bilder und Musik sowie einem Symbol für die Systemsteuerung. Rechts befinden sich dann die Mülltonne, ein Icon für die Homepage von Punksoftware die einen zum Kauf eines T-Shirts animieren soll, sowie eine kleine Schaltfläche für die Grundfunktionen der Leiste. Hier muss man eigentlich nicht mehr viel einstellen, außer den Punkt “Immer im Vordergrund“ auf Hintergrund stellen. Das erleichtert einem die Arbeit mit laufenden Programmen. Letztere lassen sich einfach per einfachem Mausklick starten, nachdem man sie mit der Bewegung auf der Leiste in den Vordergrund geholt hat.
Wem die Symbole nicht gefallen, der klickt einfach das Icon in der Leiste mit der rechten Taste an und geht auf Symboleigenschaften. Es öffnet sich ein Fenster mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten sowie einer kleinen Auswahl an Austauschsymbolen. Wem das nicht reicht, der kann auf „Onlinesuche“ gehen und wird direkt mit dem Iconserver von Punksoftware verbunden, wo man sich, alles ohne Registrierung, eine riesige Auswahl an gepackten Icons herunterladen kann. Der Ordnung halber habe ich die gezippten Dateien alle in ein eigenes Verzeichnis auf der Platte eingespielt das ich nun bequem per Mausklick anwählen kann. Doch nicht genug damit, unter den alternativen Icons befindet sich noch ein Dropdownfeld für das Symbol. Dieses ist bei Icons mit verschiedenen Modi (im Beispiel der Mülltonne) ansteuerbar und man kann dann für einen leeren Eimer ein anderes Symbol wählen als für einen vollen.
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Einige Icons kommen voll animiert, in der Zip-Datei findet man dann die Einstellungen wie man diese in Rocketdock einbinden kann.
Auch wenn Rocketdock einen dynamischen Eindruck macht, so beansprucht es so gut wie keine Ressourcen und ist sonst statisch, da man darin beispielsweise keine Uhr laufen lassen kann. Rocketdock übernimmt aber einige Umgebungsvariablen von Programmen z.B. die Internetansteuerung. Freunde von Firewalls sollten hier also nicht skeptisch sein, wenn Rocketdock nach dem Start eines interaktiven Programms wie dem Browser oder Officeprogramme mit Live Add eine Internetverbindung aufbauen möchte. Das kann man beruhigt immer erlauben, da diese Ansteuerung durch die Taskbar übernommen wurde. Die Onlineverbindung wird dann aber auch brav mit der Beendigung des interaktiven Programms gestoppt und erst bei einem erneuten Aufruf wieder aktiviert.
Fazit: Rocketdock ist ein tolles Gimmick und individualisiert den PC mal auf andere Weise, und manch ein Nachbar in der Bahn wird neidisch schauen, was man für ein eigenartiges OS eingesetzt hat – etwa das OS Winapp(le)?
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