Dieser Beitrag stammt von Carsten Witt, ein sehr interessierter User im Umfeld Computer und Technik. Ich freue mich Ihn also ersten Gast-Author auf meinem Blog begrüßen zu dürfen. Vielleicht darfst du und ich auch in Zukunft noch weitere Interessante Beiträge von Carsten lesen.
Angeregt durch diesen Blogbeitrag über das neue, aber letzte Woche noch nicht getestete TuneUp Utilities 2010 für Windows 7 hab ich mal eine Komplettversion besorgt und installiert um auch sicher zu gehen, dass die gesamte Funktionalität vorhanden ist.
Wie nicht anders gewohnt, installiert sich das Programm schnell und unkompliziert auf dem PC. Dabei hat der, auch ungeübte, User durchaus die Möglichkeit einige entscheidende Faktoren wie Installationsort und -umfang etc. zu bestimmen.
TuneUp Utilities 2010 fackelt nach dem Start nicht lange und knöpft sich auch gleich das System vor. Es entdeckt dabei nicht nur die verwendete Hardware, sondern analysiert auch gleich das gesamte Betriebssystem und passt die Vorschläge zur Systemoptimierung den Gegebenheiten an. Je kleiner der PC desto mehr legt das Programm Wert auf gute und schnelle optische Anzeigen. Die dann vorgestellten Änderungen lassen sich teilweise allerdings schneller und einfacher für jeden etwas geübten Nutzer unter der Systemoptimierung von Windows auch ohne TuneUp Utilities 2010 einstellen (vgl.: siehe diesen Beitrag von Jens).
TuneUp Utilities 2010 kann aber mehr. Es bietet, neben einem Turbomodus, auch Vorschläge zur Startoptimierung und des laufenden Betriebes. Leider lässt sich das Programm, außer einer kleinen Beschreibung welches Ziel mit diesen Änderungen verfolgt wird, nicht weiter in die Karten schauen was denn nun genau umgestellt wird. Auch hier wäre man schneller und besser beraten, wenn man diese Optimierungen zu Fuß macht, doch dazu muss man wissen wo diese Einstellungen vorgenommen werden und das wissen die meisten nicht. Schließlich soll sich so ein Produkt ja auch verkaufen und den Umgang mit Windows erleichtern.
Diese automatsche Art der Ausführung von Änderungen hat aber auch den charmanten Vorteil, dass sich TuneUp Utilities 2010 offensichtlich darüber „bewusst“ ist, was es in welchem Umfang macht und man daher fast den Eindruck bekommt, es hätte alle Szenarien vorher einmal durchgespielt. Systemabstürze sind damit eigentlich ausgeschlossen.
Mit der Überprüfung und Defragmentierung der Festplatte macht TuneUp Utilities 2010 nichts anderes als Windows in der Systemoptimierung. Gleiches gilt für das Aufräumen durch Entfernen von nicht genutzten Temp Dateien und ähnlichen unerwünschten Resten oder Entleerung des Papierkorbs, allerdings alles etwas schneller und optisch hübscher.
Kommen wir zur Achillesferse von Windows – der Registry. Neben einem Editor hinter dem nichts anderes als der Regedit von Windows steckt, bietet TuneUp Utilities 2010 auch eine Überprüfung, Pflege und Defragmentierung der Registratur an. Dieses durchaus wichtige Tool, das ja dazu dient, das ressourcenfressende Monster zu entrümpeln und ihm eine Schlankheitsdiät zur Steigerung der Performance zu verpassen, entsprach nicht den Erwartungen. Gerade hier wurde nicht sauber gearbeitet und es gibt doch erheblichen Nachholbedarf. Zwar findet TuneUp Utilities 2010 einige Ungereimtheiten und listet diese auf Wunsch im Detailbericht mit Fundort genau auf, aber die Überprüfung wird nur sehr oberflächlich und bei weitem nicht Detail genau genug durchgeführt.
Ein Beispiel: Nach diversen verlorenen Prozessen kommt Microsoft der Verpflichtung nach, dass man den Internet Explorer 8 mit wenigen Handgriffen abschalten und einigermaßen deinstallieren kann. Wählt man nun einen anderen Browser als Standardbrowser, so trägt Windows 7 diesen nicht sauber in der Registry ein – gewollt oder ungewollt sei dahin gestellt. Dies führt u.a. dazu, dass einige Eintragungen im Grundverzeichnis (Root) auf den Internet Explorer 8 verweisen, der aber nicht mehr existiert und der Link daher ins Leere führt. Oberflächlich betrachtet eine Kleinigkeit, schließlich arbeitet der neue Browser einwandfrei und alle angegeben URLs werden im Browser auch gefunden, versucht man aber nun einen Hyperlink beispielsweise in einer Mail direkt zu öffnen, kann das Mailprogramm (hier Outlook) den Verweis nicht an den Browser weitergeben, da er ins Leere führt. Der Befehl kommt daher mit einer Anwendungsfehlermeldung wieder zurück.
Ein Umstand, den TuneUp Utilities 2010 nicht bemerkt. Es liest lediglich den Eintrag aus, bemerkt das hier ein Programm hinterlegt ist und prüft nicht ob der Link auch funktioniert. Hier wäre mehr Zeit bei der Prüfung wichtig und sehr hilfreich für den User, denn dies ist ein Bereich, in den man schon sehr tief in Windows einsteigt oder einsteigen kann und wo die meisten sich hoffnungslos verlaufen.
Weiter geht es mit der Routinearbeit eines solchen Programms und die macht es schnell, umfangreich und sauber. Es wird nicht nur jeder wichtige Eintrag überwacht, sondern das System bietet Möglichkeiten wie die Durchführung von Updates erst beim Herunterfahren durchzuführen an. Man kann einstellen wann und in welchem Umfang Wartungs- und Optimierungsarbeiten gemacht werden sollen und hier setzt sich TuneUp Utilities 2010 sogar über die Abschaltfunktion von Windows hinweg und erzwingt vor der Systemabschaltung diese Wartungsarbeiten, wenn der Termin dafür abgelaufen ist. Dabei hält es sich dezent im Hintergrund, nervt nicht mit PopUps und scheint auch keinen Einfluss auf die Arbeitsgeschwindigkeit des laufenden Betriebes zu haben.
Neben dem Icon wird der Anwender auch ein weiteres Icon mit dem Hinweis 1-Click-Wartung im TuneUp Utilities 2010 Ordner finden. Durch die Aktivierung dieses Programms startet das Service- und Wartungsprogramm, basierend auf den vorher gemachten Einstellungen. Dieses Programm ist praktisch eine Art Schnelldurchlauf mit dem alle anfallenden Systemarbeiten zusammengestellt und auf Knopfdruck sofort ausgeführt werden. Ein nettes Tool das sich nach erfolgtem Durchlauf und einer Erledigungsmeldung per Knopfdruck komplett wieder abschaltet.

Fazit: Ein gutes, schnelles Programm was sich auch umfangreich in Windows 7 zurecht findet. Es ist übersichtlich gestaltet, leicht zu bedienen und auch für den blutigen Anfänger gut zu nutzen, da es einem alle Entscheidungen auf Wunsch abnimmt. In Bezug auf die Registry wünscht ich mir ein Update, aber für den Alltagsgebrauch reicht es und die Falle war ein wenig gemein- auch wenn dieser Registry Fehler, wie man im Web lesen kann, viele User trifft.
Für ein geringes Aufgeld lässt sich auch für die PCs der eigenen Familie eine Mehrplatzlizenz kaufen. Aber Vorsicht: Unbedingt Preise vergleichen. Auch große Mediendiscounter schrecken nicht davor zurück das Grundprodukt für über 20€ mehr anzubieten. Doppelt so teuer hält aber nicht besser.
TuneUp Utilities 2010 erhälst du hier:
Danke nochmal an dich Carsten für den netten Beitrag, ich freue mich auf mehr.
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